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Gute Nacht

Die Thüringische CDU will mit der AfD anbandeln und irritiert damit den eigenen Bundesvorstand. Aus sowas sind schon Abspaltungen entstanden.

Facebook verpasst seiner Facebook-Marke, nicht der Seite, ein neues Logo. Die wissen irgendwie nicht, wo vorne ist.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass das Probeabo von uebermedien.de mich nicht gepackt hat, verlinken tue ich die Kollegen aber gerne, wenn sowas kommt wie eine entlarvende Darstellung https://uebermedien.de/42946/wie-funktioniert-noch-mal-staubsaugen/" target="_blank">eines Typen aus der Höhle der Löwen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man sich den Titel "Rechtskonservative Union" vorsorglich sichern? fahre ich den Rechner runter.


 
Gute Nacht

Die Werteunion, eine Gruppierung in der CDU, wollte Hans-Georg Maßen im Brauhaus Quadenhof in Gerresheim, nicht weit entfernt von meiner Wohnung, vortragen lassen. Nach Bürgerprotesten - Mit Maaßen ist nicht zu spaßen - wurde dies der Werteunion verwehrt.

Vor Jahren ist mir mal ein Video der Dosenöffnerbrücke unter die Augen gekommen, das ist diese Brücke, gegen die Laster fahren und ihr Verdeck runterschrubbeln. Das Problem ist wohl noch nicht gelöst.

Helvetica gibt es jetzt auch in der Höllenversion. Süße Träume!

Und während ich mir die Frage stelle: Wen und mit welchem Ziel wollen Werteunionisten eigentlich rekonservieren? fahre ich den Rechner runter.


 
Guten Morgen

Die Bundesregierung erwägt https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Bundesregierung-zieht-Abschaffung-des-Heilpraktiker-Berufs-in-Betracht,heilpraktiker126.html" target="_blank">die Abschaffung des Heilpraktikerberufes. Mir scheint, dass da aber auch sehr der Wunsch Vater des Gedanken ist.

Die New York Times analysiert, wie Donald Trump das US-amerikanische Präsidentenamt in 11.000 Tweets veränderte.

Konstantin Klein hat sich https://konstantinklein.com/posts/lesen-bildet-ungemein/" target="_blank">den weltweit sichersten E-Mail-Dienst angesehen und ist ernüchtert.

Und während ich mir die Frage stelle: Was machen eigentlich die Heiltheoretiker? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
#Donald Trump #Homöopathie #Konstantin Klein


 
Erster Kinofilm auf YouTube: Sonnenallee

Gut, inzwischen ist Sonnenalle schon recht häufig im Fernsehen zu sehen gewesen, aber für alle, die nochmal frei nach Laune reinschauen wollen:
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Erster Kinofilm auf YouTube: Sonnenallee

Gut, inzwischen ist Sonnenalle schon recht häufig im Fernsehen zu sehen gewesen, aber für alle, die nochmal frei nach Laune reinschauen wollen:
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Der Fressesprecher: Flüchtlingswelle Karneval

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Der Fressesprecher: Flüchtlingswelle Karneval

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Der Fressesprecher: Flüchtlingswelle Karneval

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Der Fressesprecher: Flüchtlingswelle Karneval

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Gute Nacht

Das Altpapier von René Martens ist heute fast ein Klassiker und gehört dringendst gelesen. Zur Causa FAZ lädt Gauland zum 70sten Geburtstag ein:

\[quote\]Letztlich hat die FAZ einen alten Weggefährten eingeladen. Als Gauland Herausgeber der Märkischen Allgemeinen war - von 1991 bis 2005 - gehörte diese noch zum FAZ-Reich. Warum er - nachdem er in seiner Eigenschaft als christdemokratischer Staatskanzlei-Chef der sog. Affäre Gauland ihren Namen gegeben hatte - überhaupt für geeignet gehalten wurde für den Job bei der MAZ, wäre auch noch mal zu klären. Jedenfalls: Zu einer Medienbetriebsfigur ist Gauland überhaupt erst im FAZ-Imperium geworden. In seinem zweiten Karriereschnitt in den Medien wirkte er dann - unter anderem - als Power-Kolumnist beim Tagesspiegel. \[/quote\]

Es ist wohl die richtige Zeit, um sich mal die Heizung im Wohnzimmer erklären zu lassen. [via]

Kinderernährung ist ein heiß umkämpftes Thema, wie ich gerade wieder auf Facebook feststelle, wo eine Gesundes-Essen-für-Babys-Bloggerin Süßigkeiten als Alternative zu frischem Obst und Gemüse anpreist - zumindest die des Herstellers, für den sie Werbung macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nennt man denn Leute, die freiwillig Greenwashing für andere betreiben? fahre ich den Rechner runter.


 
Gute Nacht

Das Altpapier von René Martens ist heute fast ein Klassiker und gehört dringendst gelesen. Zur Causa FAZ lädt Gauland zum 70sten Geburtstag ein:

\[quote\]Letztlich hat die FAZ einen alten Weggefährten eingeladen. Als Gauland Herausgeber der Märkischen Allgemeinen war - von 1991 bis 2005 - gehörte diese noch zum FAZ-Reich. Warum er - nachdem er in seiner Eigenschaft als christdemokratischer Staatskanzlei-Chef der sog. Affäre Gauland ihren Namen gegeben hatte - überhaupt für geeignet gehalten wurde für den Job bei der MAZ, wäre auch noch mal zu klären. Jedenfalls: Zu einer Medienbetriebsfigur ist Gauland überhaupt erst im FAZ-Imperium geworden. In seinem zweiten Karriereschnitt in den Medien wirkte er dann - unter anderem - als Power-Kolumnist beim Tagesspiegel. \[/quote\]

Es ist wohl die richtige Zeit, um sich mal die Heizung im Wohnzimmer erklären zu lassen. [via]

Kinderernährung ist ein heiß umkämpftes Thema, wie ich gerade wieder auf Facebook feststelle, wo eine Gesundes-Essen-für-Babys-Bloggerin Süßigkeiten als Alternative zu frischem Obst und Gemüse anpreist - zumindest die des Herstellers, für den sie Werbung macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nennt man denn Leute, die freiwillig Greenwashing für andere betreiben? fahre ich den Rechner runter.


 
Gute Nacht

Das Altpapier von René Martens ist heute fast ein Klassiker und gehört dringendst gelesen. Zur Causa FAZ lädt Gauland zum 70sten Geburtstag ein:

\[quote\]Letztlich hat die FAZ einen alten Weggefährten eingeladen. Als Gauland Herausgeber der Märkischen Allgemeinen war - von 1991 bis 2005 - gehörte diese noch zum FAZ-Reich. Warum er - nachdem er in seiner Eigenschaft als christdemokratischer Staatskanzlei-Chef der sog. Affäre Gauland ihren Namen gegeben hatte - überhaupt für geeignet gehalten wurde für den Job bei der MAZ, wäre auch noch mal zu klären. Jedenfalls: Zu einer Medienbetriebsfigur ist Gauland überhaupt erst im FAZ-Imperium geworden. In seinem zweiten Karriereschnitt in den Medien wirkte er dann - unter anderem - als Power-Kolumnist beim Tagesspiegel. \[/quote\]

Es ist wohl die richtige Zeit, um sich mal die Heizung im Wohnzimmer erklären zu lassen. [via]

Kinderernährung ist ein heiß umkämpftes Thema, wie ich gerade wieder auf Facebook feststelle, wo eine Gesundes-Essen-für-Babys-Bloggerin Süßigkeiten als Alternative zu frischem Obst und Gemüse anpreist - zumindest die des Herstellers, für den sie Werbung macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nennt man denn Leute, die freiwillig Greenwashing für andere betreiben? fahre ich den Rechner runter.


 
Guten Morgen

In Düsseldorf nehmen erste Schnellimbisse kein Bargeld mehr an. Da scheint man als Kunde auch in Vorleistung gehen zu müssen. Aber endlich mal ein Artikel, der meine Meinung auch enthält:

\[quote\]Carina Peretzke vom Handelsverband kennt die Vorteile aus Sicht der Gastronomen und Händler. Der Kundenwunsch sei aber ein anderer: „Der Kunde will entscheiden, ob er mit Karte oder Bargeld bezahlt“, sagt sie. Nach wie vor hänge der Deutsche an seinem Bargeld: Das Bezahlen ist anonym, niemand kann nachverfolgen, wo der Kunde was gekauft hat. Außerdem meinen Bargeldbefürworter, mit Scheinen und Münzen einen besseren Überblick über Ausgaben zu haben.\[/quote\]

Falls nopch jemand täglich Comics in seinem Feedreader braucht, hier lang. [via]

Michael Seemann hat schon im März seine These von den 5 Phasen der Digitalisierung rausgehauen. So schwach und beliebig ich die Darstellung auch finde, im Hinterkopf behält man sowas. [https://www.pro2koll.de/2019/11/01/link-mspro-zur-geschichte-der-digitalisierung/" target="_blank">via]

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kommt die nächste große Digitalwelle? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.


 
Gute Nacht

Eine Masernerkrankung zieht nach sich, dass das komplette Immunsystem über Monate geschwächt wird, wenn man dem verlinkten Text mal Glauben schenken darf.

Youtuber merken, dass sie von der Willkür Youtubes abhängen und protestieren mit der IG Metal:
\[quote\]Der Arbeitsrechtler Björn Gaul von der Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle zieht in Zweifel, ob die IG Metall vor Gericht Erfolg haben wird. (...) "YouTuber sind keine Arbeitnehmer", sagt er.

Der Gesetzgeber müsste aktiv werden und neue Regelungen zum Schutz dieser Personengruppe schaffen, wenn die Rechtslage verändert werden soll. "Ich habe ganz erhebliche Zweifel, ob die Bundesregierung hierzu bereit ist."\[/quote\]
Wenn man Rheinische-Post-Artikel inhaltlich erfassen möchte, kann man RTL.de ansteuern. Dort liest man, dass der Gerresheimer Pilot Patrick Sondenheimer, der 2015 bei der Flugkatastraophe mit 150 Opfern gestorben ist, seine Kinder bei uns gegenüber in der Kita hatte und ein feiner Kerl war.
Und während ich mir die Frage stelle: Hat es schon mal irgendein Youtufaceboogramer in die Selbständigkeit geschafft? fahre ich den Rechner runter.


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Locke nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Locke hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TÜV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Locke an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#Arbeitstheorie #John Locke #Katrin Suder #Philosophie


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Locke nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Locke hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TüV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Locke an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#Arbeitstheorie #John Locke #Katrin Suder #Philosophie


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Locke nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Locke hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TüV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Locke an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#John Locke #Katrin Suder #Philosophie


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Locke nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Locke hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TüV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Locke an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#Katrin Suder #Philosophie


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Locke nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Lock hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TüV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Lock an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#Katrin Suder #Philosophie


 
Daten abgrasen mit Lockes Arbeitstheorie?

Die Vorsitzende von Angela Merkels Digitalrat, Katrin Suder, https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11867878-bundesregierung-digitalrat-chefin-ruft-datenteilen" target="_blank">ruft zum allgemeinen Datensammeln auf:

\[quote\]Die Idee, dass den Deutschen ihre Daten im Sinne eines Dateneigentums gehören könnten, hält Suder für nicht praktikabel. In der FAS verwies sie dabei auf den Philosophen John Locke: "Wer die Arbeit aufwendet, dem gehört der Mehrwert. Aber das Sammeln der Daten ist in den Zeiten des Internet of Things keine Arbeit, ihr Wert entsteht erst bei der Auswertung." \[/quote\]

Nun gut, das Sammeln von Daten hätte auch John Lock nicht als Arbeit angesehen. Ebenso wenig wie das Auswerten von Daten. John Lock hat überhaupt nur von Arbeit im Bereich der Landwirtschaft geschrieben. Die Kernaussage findet sich hier in seinem Werk Second Treatise, Sektion 27:

\[quote\]The labour of his body and the work of his hands, we may say, are strictly his. So when he takes something from the state that nature has provided and left it in, he mixes his labour with it, thus joining to it something that is his own; and in that way he makes it his property.\[/quote\]

Weiter redet Suder in eigener Interpretation:

\[quote\]"In der analogen Welt haben wir feste Regeln", sagte sie der FAS. "Wenn ich in einen Aufzug steige, dann muss ich vorher nicht irgendwelchen Nutzungsbedingungen zustimmen. Ich kann mich darauf verlassen: Der Aufzug ist vom TÜV abgenommen, ich muss mir keine Gedanken machen." Genauso sei es bei digitalen Produkten. "Ich will nicht irgendwelche Klauseln durchlesen, die kein Mensch versteht. Ich will, dass der Gesetzgeber die nötigen Regeln erlässt."\[/quote\]

Das ist das Schöne an so philosophischen Argumentationen: Irgendwann darf man Leuten Aufzüge erklären. Also, Frau Suder: In Aufzügen wird angegeben, was die Höchstlast ist. Und wenn man die überschreitet und dadurch ein Schaden entsteht, muss man dafür bezahlen. Denn durch die Nutzung des Aufzuges habe ich genau diesen Nutzungsbedingungen zugestimmt. Man kann nicht einfach so Aufzug fahren, nur weil dieser vom TüV getestet wurde.

Selbst wenn man Locke richtig interpretierte, dass das Auswerten von Daten, d.i. eine immaterielle Sache, eine Arbeit darstellt, so ist die Datengrundlage selbst von individuellen Menschen hergestellt und mit nichten ein freies Gut. Aber nur von einem freien Gut nimmt Lock an, das hieraus Mehrwert durch individuelle Arbeit entsteht, das Besitztum rechtfertigt. Wenn ich einen Apfelkuchen herstelle mit geklauten Äpfeln vom Nachbarn, die dieser selbst gezüchtet hat, dann besitzt dieser sehr wohl einen Verdienst an diesem Apfelkuchen und nicht nur ich alleine.
#Katrin Suder #Philosophie