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Die neue Sperrfreudigkeit von Twitter

Ich habe seit einiger Zeit schon mitbekommen, dass bei Twitter neue Accounts mitunter umgehend gesperrt werden, weil wie auch immer geahndetes verdächtiges Verhalten erkannt wurde. Der jeweilige Account ist dann nur gebrauchbar, wenn man sich mit einer Handynummer ausweist. Jetzt ist mir auch ein alter Account gesperrt worden, und mir scheint das Folgende die Twitter-Regel zu sein, gegen die ich mit dem Zweitaccount verstoße: \[quote\]Das Anlegen mehrerer Accounts mit überschneidender Verwendung, oder um der vorübergehenden oder dauerhaften Sperrung eines separaten Accounts zu entgehen, ist nicht erlaubt.\[/quote\] Da ich weder Interesse habe, mit Twitter darüber zu diskutieren, noch denen meine Handynummer geben werde, nutze ich Twitter dann eben einfach weniger und lösche dieses Konto lasse das Konto verwaist.
#Twitter


 
Das ultimative Ziel von Twitter

Vor einer Woche schrieb Mike MacGirvin, Erfinder von Friendica und Hubzilla: \[quote\] The big problem is in the training data and "goals" of the deep learning processes. The algorithms have been created by humans working for corporations with a goal to dominate the market, maximise profits and share-holder returns, to pry into the personal motivations of the observers in order to manipulate them more effectively, and violate all known laws and standards of ethical behaviour to do this. The algorithms are judged by their ability to do these things and inferior algorithms discarded or reprogrammed.\[/quote\] Heute bestätigt Twitter: \[quote\]Our ultimate goal is to encourage more free and open conversation. To do that we need to significantly reduce the ability to game and skew our systems. Looking at behavior, not content, is the best way to do that.\[/quote\]
#Twitter


 
Twitter raus und rein

Momentan sind wir hier angesichts des Wetters und privater Angelegenheiten eher in einer Art Sommerpause. So fiel es eher zufällig auf, dass unser Twitter-Zugang gesperrt wurde. Auf ein verärgertes "Wieso sperrt ihr grundlos den Zugang?" kam ein "Entschuldigung, es sah halt nach einer Verletzung unserer Regeln aus": \[quote\] Twitter verfügt über automatische Systeme zum Finden und Entfernen automatischer Spam-Accounts. Scheinbar wurde dein Account versehentlich Opfer einer dieser Spamgruppen. Das passiert manchmal, wenn ein Account automatisiertes Verhalten zeigt und dadurch gegen die Twitter Regeln verstößt (https://twitter.com/rules).\[/quote\] Es ist zwar so, dass der Zugang automatisch mit Nachrichten befüllt wird, aber das scheint den Regeln auch nicht zu widersprechen. Es zeigt sich, dass man sehr schnell, ohne Begründung und ohne überzeugende Erklärung gerade bei Twitter gesperrt werden kann. Man sollte nicht zu sehr sein Herz an diesen Dienst hängen.
#Twitter


 
Gefahren des Freifunks

In der IVZ schreibt man über das Freifunk-Projekt, eine Initiative, um an möglichst vielen Orten Wlan-Router zur Verfügung zu stellen, sei es bei kommerziellen oder nicht-kommerziellen Dienstanbietern. \[quote\]Der Knackpunkt, viele Mitstreiter zu überzeugen, wird neben einer technisch leichten und einwandfreien Umsetzung die Sicherheit in rechtlichen Fragen sein. Das gilt es, klar herauszuarbeiten.\[/quote\] Leider leistet die IVZ in dieser Hinsicht keinen Dienst, sondern lässt man jemanden aus dem Vorstand des Stadtmarketing Vereins in Ibbenbüren kritiklos zu Wort kommen: \[quote\]Mit dem Router der Freifunker haben diese eine technische Möglichkeit gefunden, die Störerhaftung zu umgehen. Zumal den Freifunkern sogar per Gericht das Providerprivileg zugesprochen wurde, das sonst nur kommerzielle Anbieter genießen. Und deshalb ist dieser Weg auch rechtlich einwandfrei nach aktueller Gesetzeslage.\[/quote\] Das klingt schön, stimmt nur leider nicht. Den Freifunkern wurde bisher nicht per Gericht das Providerprivileg zugesprochen. Somit ist dieser Weg nicht rechtlich einwandfrei und schon gar nicht nach aktueller Gesetzeslage. Es ist bestenfalls bei Klagen unwahrscheinlich, wegen Störerhaftung belangt zu werden. Heute schon von einer Rechtssicherheit bei Freifunkern zu sprechen ist schlicht nicht korrekt - so sehr es zu wünschen wäre. Und auch bei der IVZ selbst geht es kunterbunt durcheinander: \[quote\] Hintergrund der bisherigen Gerichtsentscheidungen ist die nur in Deutschland bestehende Störerhaftung nach dem Telemediengesetz. \[/quote\] Sie können ja mal raten, wo die Störerhaftung nicht geregelt wird. Kleiner Tipp: Nicht im Telemediengesetz. \[quote\]Diese besagt, dass Unternehmen, wie zum Beispiel Hotels, Kneipen oder Cafés dafür verantwortlich sind, wenn über ihren WLAN-Zugang Nutzer Straftaten begehen, indem sie sich beispielsweise illegal Musik oder Filme runterladen.\[/quote\] Das Gegenteil ist der Fall: Die §§8-10 des Telemediengesetzes regeln das sogenannte Providerprivileg, dem zufolge Internetzugangsanbieter, zu denen mitunter auch Hotels und Cafés gerechnet werden, die einen Internetzugang anbieten, gerade nicht für Straftaten von Nutzern haften, sofern sie sich an die Dienstanbieterpflichten halten. Ob das Providerprivileg gänzlich von der Störerhaftung befreit, ist somit offen. Künftig könnte es allerdings für kommerzielle Anbieter freier Wlan-Netze etwas heikeler werden: Der kritische Punkt ist diese Passage des abgestimmten Referentenentwurfs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: \[quote\](4) Diensteanbieter, die einen Internetzugang nach Absatz 3 geschäftsmäßig oder als öffentliche Einrichtung zur Verfügung stellen, können wegen einer rechtswidrigen Handlung eines Nutzers nicht auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn sie zumutbare Maßnahmen ergriffen haben, um eine Rechtsverletzung durch Nutzer zu verhindern. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Diensteanbieter 1. angemessene Sicherungsmaßnahmen durch anerkannte Verschlüsselungsverfahren oder vergleichbare Maßnahmen gegen den unberechtigten Zugriff auf das drahtlose lokale Funknetz durch außenstehende Dritte ergriffen hat und 2. Zugang zum Internet nur dem Nutzer gewährt, der erklärt hat, im Rahmen der Nutzung keine Rechtsverletzungen zu begehen.\[/quote\] Die Passage soll dazu dienen, Leute zu verfolgen, die Kinderpornographisches aus dem Internet saugen, und sowas lässt sich wohl in einem öffentlichen Netz besser an als daheim. Viel Spaß also dabei, wenn die Staatsanwaltschaft auf der Matte steht und Namen wissen will - denn die hat man laut Entwurf zur Sicherheit besser zu kennen, will man nicht haften. Hierzu Thomas Stadler: Wie die Fachwelt auf den Gesetzesentwurf zur WLAN-Haftung reagiert
#Experte #IVZ #Störerhaftung #Thomas Stadler


 
Das Wahlbeeinflussungsverbot auf Twitter

Dass es so etwas gibt, wie ein Wahlbeeinflussungsverbot auf Twitter, ist im Grunde schon ein Grund, den Dienst argwöhnisch zu begegnen. Wäre ich nicht längst im Fediverse sicher gelandet, es würde mir Bauchschmerzen bereiten.

Thomas Stadler ist der Zugang zu seinem Twitter-Account gesperrt worden, weil angeblich ein alter Tweet von ihm dazu diene, Wahlen zu beeinflussen. Sowas Dämliches überhaupt zu behaupten, ist schon eine Ansage. Stadlers in Rede stehender Tweet beinhaltet einen Rat an AfD-Wähler, ihren Wahlzettel zu unterschreiben. Er ist mit einem Smiley am Ende versehen, der einen Zaunpfahlwink auf den Irrsinn des Rates darstellt, denn durch das Unterschreiben wird der Wahlzettel ungültig. Hierin eine ernsthafte Empfehlung zu sehen, beinhaltet, dass man Scherze nicht versteht oder dass man einräumt, dass es Personen gibt, denen es nicht möglich ist, diesen Scherz zu verstehen, die aber wählen dürfen. Was für sich genommen wieder ein Witz wäre.

Kurz und gut: Ich glaube nicht, dass Twitter noch zu helfen ist.
#Thomas Stadler #Twitter


 
Das Wahlbeeinflussungsverbot auf Twitter

Dass es so etwas gibt, wie ein Wahlbeeinflussungsverbot auf Twitter, ist im Grunde schon ein Grund, den Dienst argwöhnisch zu begegnen. Wäre ich nicht längst im Fediverse sicher gelandet, es würde mir Bauchschmerzen bereiten.

Thomas Stadler ist der Zugang zu seinem Twitter-Account gesperrt worden, weil angeblich ein alter Tweet von ihm dazu diene, Wahlen zu beeinflussen. Sowas Dämliches überhaupt zu behaupten, ist schon eine Ansage. Stadlers in Rede stehender Tweet beinhaltet einen Rat an AfD-Wähler, ihren Wahlzettel zu unterschreiben. Er ist mit einem Smiley am Ende versehen, der einen Zaunpfahlwink auf den Irrsinn des Rates darstellt, denn durch das Unterschreiben wird der Wahlzettel ungültig. Hierin eine ernsthafte Empfehlung zu sehen, beinhaltet, dass man Scherze nicht versteht oder dass man einräumt, dass es Personen gibt, denen es nicht möglich ist, diesen Scherz zu verstehen, die aber wählen dürfen. Was für sich genommen wieder ein Witz wäre.

Kurz und gut: Ich glaube nicht, dass Twitter noch zu helfen ist.


 
In Südkorea gibt es ein deutsches Dorf, dass in Deutschland lebende Südkoreaner zur Rückkehr bewegen soll. Der im Text vorkommende Dr. Sukil Lee wurde in den 60er Jahren aus Deutschland nach Südkorea entführt, konnte aber zurückkehren. Die Rolle Deutschlands bei derartigen Entführungen ist nach wie vor dubios.


 
Lesezeichen vom 04.05.2019



 
Lesezeichen vom 01.05.2019

  • At F8, Zuckerberg Explains Facebook’s Shift Toward Privacy | WIRED “Facebook’s business depends on advertisers targeting billions of people based on the deeply personal details that Facebook has collected on them. As the company’s recent earnings report showed, that business is only growing. The question underlying Zuckerberg’s privacy push is whether Facebook’s “major shifts” will ever amount to much more than a fresh coat of paint on a building with rot in its foundation.”



 
Aprillese

Christian Kracht - Die Toten Düstere Geschichte über deutsche, schweizer und japanische Filmschaffende und Karrieristen vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Hat mich nicht gepackt.
Heinrich Hannover - Die Republik vor Gericht 1954–1975. Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts. Der Autor des hervorragenden Das Pferd Huppdiwupp hier mit dem ersten Band der Darstellung seiner Verteidigung linker Denker nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland. Manchmal langatmig, immer unterm Strichn spannend und aufschlussreich.
Wolfgang Bergmann - Lasst eure Kinder in Ruhe. Gegen den Förderwahn in der Erziehung Überzeugendes Pamphlet, dass - 2011 veröffentlicht - aktueller nicht sein könnte.
Roger Willemsen - Wer wir waren. Zukunftsrede Postum erschienenes, sehr empfehlenswerters Bändchen über das Verständnis des Blicks in die Zukunft.



 
Lesezeichen vom 28.04.2019





 
Guten Morgen

Bei der Rheinischen Post haben sie jetzt wohl so eine Art Bezahlschranke oder so etwas, jedenfalls verschwindet mir irgendwie jeder Text einer Seite, die ich per Link erreichen möchte, hinter einem grauen Schleier. Aber, was ich dagegen tun soll, wird mir nicht angezeigt. Bevor ich aber meine Adblocker abschalte, lese ich nochmal die Überschrift, weiß, dass der graue Schleier wenig mehr enthüllen wird, und lasse mich im Unklaren, was dahinter steckt, textlich und werbetechnisch. Immerhin funktioniert mal was bei denen, weiß aber nicht, ob die das genau so auch wollten.

Was die VG Media aber genau so will, sind pauschale Milliarden-Beträge von Google Jahr für Jahr. Man wird ja nochmal träumen dürfen.

Wenn die Verlage nicht gelesen werden wollen, dann eben zu den Blogs und da interviewt Alexandra Wehrmann wieder lesenswert den Mitbegründer der Ersten Allgemeinen Verunsicherung Agentur für urbane Unordnung, die in Düsseldorf für Aufklärung sorgen möchte.

Und während ich mir die Frage stelle: Werden die Verlage wohl auch noch eine Verlinksungspflicht einlobbyieren? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.


 
Lesezeichen vom 19.04.2019

  • Merkwürdige Kalkofe-Gala ” Vermutlich haben alle mitgemacht, und grundsätzlich funktioniert ja so das Fernsehen. Merkwürdig war hier nur, dass wir ja in einer ganz anderen Veranstaltung saßen und wir nicht mal im Ansatz erfahren haben, wo wir denn da reingeschnitten werden – oder wofür das Ganze eigentlich überhaupt ist. Wen wir denn da lustig finden werden oder doof.”


 
Lesezeichen vom 18.04.2019

  • “Google bedroht das Netz, Facebook die Demokratie” — Süddeutsche.de “Chrome ist tief in all die anderen Google-Dienste integriert. Als Chrome-Nutzer werden Sie eingesperrt. Google will nicht, dass Sie zu einem anderen Browser wechseln. Die sehen alles, was Milliarden Menschen online machen und sammeln derart viele Daten. Das ist gefährlich für den fairen Wettbewerb und für das Netz an sich.”


 
Guten Morgen

Die Frage bleibt uns wohl noch einige Zeit, wie wir uns informieren wollen. Drikkes schaut sich mal den Irrsinn an und erinnert sich an http://drikkes.com/?p=13576" target="_blank">die gute alte Zeit, in der man sich noch quellenarm informiert hat. Aktuell habe ich nur die TV Spielfilm und die Öffis im Abo, da mich kein anderes Produkt gerade nachhaltig überzeugt.

Ben Thompson spekuliert über die Zukunft des amerikanischen Fernsehens.

Notre Dame hat gestern gebrannt, was aus Chronistenpflicht hier mal vermerkt sei. Noch ist die Größe des Schades unklar.

Und während ich mir die Frage stelle: Was bleibt eigentlich von der Idee, Medien sporadisch zu kaufen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.


 
Lesezeichen vom 12.04.2019